
Was ist überhaupt ein ADFC-Mapathon?
Was bedeutet "Mapathon" - und wer kann so etwas umsetzen?
Was ist ein "Mapathon"?
Der Begriff "Mapathon" ist an den in IT-Kreisen bekannten Hackathon angelehnt: Dabei wird ein bestimmtes Problem in einer begrenzten Zeit gelöst. Der Mapathon hingegen bezieht sich auf eine Karte (= Map). Beim ADFC-Mapathon geht es um das Radnetz einer Stadt oder Gemeinde.
In einem Mapathon tragen unterschiedliche lokale Akteure ihr Wissen zusammen und entwickeln daraus gemeinschaftlich ein wünschenswertes Radnetz für ihre Stadt oder Gemeinde. Dabei geht es nicht um die bestehende Infrastruktur, sondern um die Entwicklung eines Wunschradnetzes, das es allen Einwohner*innen ermöglicht, zügig und sicher auf direktem Wege ihre Ziele zu erreichen. Ein Mapathon kann mit verschiedenen Techniken gemacht werden, je nach Wissensstand – von Klebepunkten auf einem Stadtplan bis hin zu Software, die mit georeferenzierten Daten arbeitet. Ein Radnetz lässt sich im Zweifelsfall auch mit einfachen Mitteln darstellen.
Was muss ich tun, um einen Mapathon bei mir zu starten?
Vor Ort kann jede*r die Initiative für einen Mapathon ergreifen. Der erste Schritt ist, Mitstreiter*innen zu suchen. Neben dem ADFC können auch andere zivilgesellschaftliche Gruppen Interesse am Mapathon haben, diese gilt es abzufragen. Wichtig ist ein fester Kern an Mitstreiter*innen, die Verantwortung für den Gesamtprozess übernehmen. Sobald sich diese Kerngruppe gebildet hat, können weitere Schritte angegangen werden, bspw. so wie im Mapathon Handbuch (blaue Box) vorgeschlagen.
Für welche Gliederungen ist ein Mapathon besonders geeignet?
Das Projekt ist für verschiedene Planungsstände hilfreich. Natürlich liegt es nahe, einen Mapathon zu machen, wenn in eurer Kommune noch gar keine Pläne für ein Radnetz bestehen. Denn eine gute Netzplanung ist der erste Schritt auf dem Weg zu guter Infrastruktur. Wenn ihr bisher als ADFC-Gliederung noch keine Lobbyarbeit macht, ist ein Mapathon ein sehr guter Start, um mit Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Aber auch wenn es beispielsweise schon politische Ziele und eine starke Debatte für Radverkehr gibt, ist ein Netzplan aus Bürger*innenhand eine gute Basis für die konkrete Umsetzung.
Bei alldem gilt: Wie genau ein Mapathon abläuft, wie ihr ihn gestaltet und was dabei herauskommt, ist am Ende ganz von euren Ideen und Vorstellungen, aber auch von eurer Zeit und Gruppenstärke abhängig. Das hier gesammelte Material ist nur als Vorschlag zu sehen, denn vor allem gilt: Einfach ausprobieren & loslegen! Auch ein einfaches Netz kann mitunter eine super Diskussionsgrundlage gegenüber der Stadt sein!