
Mit dem ADFC auf Tour © ADFC München/Irfan Aksakal
Best-Practice Beispiele zur ADFC-TourGuide-Ausbildung
Tipps für ADFC-Gliederungen, die TourGuide-Seminare organisieren
Beispiel: Austausch zwischen Trainer*innen
Um den Austausch und die kollegiale Beratung zwischen den Trainer*innen für die TourGuide-Ausbildung zu gewährleisten finden sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg regelmäßig Videokonferenzen statt (in Bayern alle 6-8 Wochen), organisiert von der Landesgeschäftsstelle. „Da kann man sich sehr gut austauschen, Sachen auf dem kurzen Dienstweg besprechen und Termine planen. Die liegen bei uns normalerweise min. 4 Monate zuvor fest“, sagt Petra Krafft, ADFC Bayern, dazu.
Beispiel: Zu den Gliederungen vor Ort hinfahren
Die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg bieten Seminare nicht nur zentral an, sondern die Trainer*innen kommen auch zu den Kreisverbänden. Voraussetzung in Bayern: Es müssen mindestens 8 Teilnehmende sicher zugesagt haben. Das macht es für die Aktiven vor Ort attraktiver an der Ausbildung teilzunehmen, weil sie weniger Anreisezeit in Kauf nehmen müssen. Zudem spart das Modell deutlich Kosten, weil die Übernachtungen der Teilnehmer*innen wegfallen. Die Organisation von Raum und Essen übernimmt der Kreisverband vor Ort in Absprache mit der Landesgeschäftsstelle und den Trainer*innen.
Beispiel: Abwechslung ins Seminar bringen
In Bayern und Baden-Württemberg bestreitet nicht nur ein*e Trainer*in die TourGuide-Ausbildung allein, sondern man ist immer mindestens zu zweit. Das ist sowohl für die Trainer*innen angenehmer, weil sie sich abwechseln, als auch für die Teilnehmenden, weil sie nicht immer derselben Person zuhören. In Bayern gibt es eine fertig gepackte Kiste für Trainer*innen mit allem Zubehör, das sie für das Seminar brauchen.
Beispiel: Kosten sparen
Auch in Niedersachsen halten mehrere Referent*innen gemeinsam das Seminar. Es fallen dadurch keine Mehrkosten an. Sie teilen sich dann das Honorar. Wie unter „Zu den Gliederungen vor Ort hinfahren“ beschrieben, lassen sich Kosten sparen, wenn die Teilnehmenden nicht übernachten müssen, weil das Seminar bei ihnen in der Nähe stattfindet. In Köln entscheiden sich regelmäßig auch auswärtige Teilnehmer*innen für eine Teilnahme, dann werden die Übernachtungskosten von den Teilnehmenden selbst getragen und auch die Unterkunft selbst gebucht.
Beispiel: einheitlichen Kostenrahmen schaffen
In NRW wurde festgelegt, dass je Teilnehmer*in 40 EUR/Tag von der durchführenden Organisation in Rechnung gestellt wird, für Nichtmitglieder sind es 40 % mehr. Diese Seminarkosten werden grundsätzlich von den Kreisverbänden übernommen, so dass für Mitglieder keine Kosten entstehen. Ausgenommen sind Teilnehmerinnen, die bisher keine TourenleiterInnen waren. Da es in der Vergangenheit Mitnahmeeffekte gab, weil einige nur das Zertifikat für persönliche Zwecke haben wollten, bieten wir an, dass sie in Vorleistung treten und nach einigen für den ADFC geführten Touren das Geld erstattet bekommen.
Weitere Beispiele willkommen
Weitere Gute Beispiele sind willkommen!
Kontakt: Lothar Andrée, lothar.andree [at] adfc.de