Bilder im ADFC: Rechtssicherheit, Bildsprache und die besten Quellen - ADFC Böblingen-Sindelfingen

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Böblingen-Sindelfingen e. V.

 ADFC-Sternfahrt in Berlin

ADFC-Sternfahrt in Berlin © ADFC

Bilder im ADFC: Rechtssicherheit, Bildsprache und die besten Quellen

Bilder machen Texte lebendig und sind für unsere Arbeit im ADFC unverzichtbar. Ob digital oder Print, die Auswahl und der Einsatz von Fotos und Grafiken sind entscheidend. Der Artikel gibt dir einen Überblick zu Recht, Bildsprache und Bildquellen.

1. Das Recht am eigenen Bild und Urheberrecht: Was du wissen musst

Wenn du Bilder verwendest, sei es im digitalen Raum oder auf Printmedien, achte unbedingt darauf, dass du ein Copyright angibst, also die Urheberinnen, angibst. Hole unbedingt vor Verwendung das Einverständnis ein oder prüfe bei Bilddatenbanken die Bedingungen genau. Die Einverständniserklärung muss in Textform erfolgen (z.B. per Mail).
 

Recht am eigenen Bild und Datenschutz: Das Recht am eigenen Bild besagt, dass eine Person selbst darüber entscheiden kann und darf, ob und wie Bilder von ihr öffentlich dargestellt werden. Du darfst daher in ADFC-Medien nur solche Fotos verwenden, bei denen die abgebildeten Personen einverstanden sind. Dieses Einverständnis solltest du schriftlich vorliegen haben. Dafür kannst du die Vorlage in der Medienbox verwenden.
 

Ausnahmen und Besonderheiten:

  • Demonstrationen: Bei Fotos von Demonstrationen müssen einzelne Personen in der Regel nicht um Erlaubnis gefragt werden, solange sie Teil der Masse sind. Werden einzelne Personen jedoch besonders hervorgehoben, ist deren Einverständnis zur Veröffentlichung erforderlich.
  • Personenbezogene Daten: Achte darauf, dass keine schützenswerten personenbezogenen Daten wie Namensschilder, Autokennzeichen oder Adressdaten ohne Zustimmung veröffentlicht werden.
     

Zeitungsartikel: Abfotografierte Zeitungsartikel oder Zeitschriften dürfen nicht einfach online gestellt werden. Du musst mit der jeweiligen Zeitung oder Zeitschrift schriftlich klären, ob ihr den Artikel auf eurer Webseite veröffentlicht dürft, also das Nutzungsrecht am Werk einholen. Dies gilt auch für Artikel, die bereits online verfügbar sind. 

Wenn ihr Artikel veröffentlicht, ohne das Nutzungsrecht einzuholen, ist das eine Urheberrechtsverletzung. Das kann für deine ADFC-Gliederung sehr teuer werden. 
 

Urheberrechtsverletzungen und Schadensersatzansprüche:  Wurden Bilder, Zeitungsartikel oder andere abfotografierte Werke online gestellt oder in Printmedien verwendet, ohne das Einverständnis des Urhebers oder der Urheberin einzuholen, kann es neben einer Abmahnung auch zu Schadensersatzansprüchen kommen. Hier muss mit hohen Strafen um die 1000€ pro Werk, Bild oder Zeitungsartikel gerechnet werden. Bei einer Abmahnung und Unterlassungsaufforderung durch einen Anwalt, sind immer mindestens die Anwaltskosten zu tragen. Der ADFC war hiervon bereits mehrfach betroffen!

Um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden ist es wichtig, sich immer zu vergewissern, dass man ein Nutzungsrecht am jeweiligen Bild hat. Im Zweifel lieber noch einmal an mehreren Stellen nachfragen, bevor etwas fälschlicherweise veröffentlicht wird.

Bei Unsicherheiten kannst du dich jederzeit an die Bundesgeschäftsstelle wenden oder Bilder aus den Bilderpools verwenden. Hier sind die Angaben des Copyrights bereits in der Bildunterschrift integriert.

 

2. Die ADFC-Bildsprache: Vielfalt und Wiedererkennung

Fotos und Bilder machen Texte lebendiger und anschaulicher. Im ADFC verwenden wir oft eigene Aufnahmen von Fahrrädern, Radwegen oder unseren Aktivitäten. Das ist günstig und naheliegend.

  • Vielfalt zeigen: Denke beim Fotografieren und bei der Fotoauswahl daran, dass du möglichst viele unterschiedliche Menschen und Situationen zeigst (Ziel 2 des Verbandsentwicklungsprozesses). Das heißt: verschiedene Altersgruppen, Frauen und Männer gemeinsam, sowie verschiedene Typen von Menschen, Radfahrer*innen und verschiedene Radfahrsituationen. Damit erreichen wir, dass sich alle, in der Bildsprache wiederfinden können und vom ADFC angesprochen fühlen.
  • ADFC-Erkennbarkeit: Wenn du Bilder von ADFC-Aktivitäten machst, ist es sinnvoll, dass das ADFC-Logo auf den Bildern sichtbar ist (z.B. auf Standausstattung, auf Bannern und Fahnen, auf Kleidung, an Infoständen und bei Codieraktionen). So wird deutlich, dass die Aktion oder Veranstaltung vom ADFC durchgeführt wird.

 

3. Bildquellen für deine ADFC-Arbeit

Nicht immer ist es möglich, eigene Bilder oder Fotos aufzunehmen. Um unsere ADFC-Arbeit zu bebildern, werden aber trotzdem ständig Fotos und Bilder benötigt. Dafür gibt es zahlreiche günstige oder kostenlose Bildquellen innerhalb und außerhalb des ADFC.

 

ADFC-Bilderpool auf Flickr:

Auf Flickr haben wir einen Bilderpool veröffentlicht. Hier findest du Fotos zu ganz unterschiedlichen Themen, wie z.B. "Menschen auf dem Rad", "Vielfältig Aktiv im ADFC", "Radfahren in der Stadt" oder eine Vielzahl von Kampagnenbildern. Die Bilder in den Flickr-Alben sind ohne Account verfügbar und die Anwendung ist einfach. 

Einen Großteil der Bilder darfst du für deine lokale ADFC-Arbeit nutzen. Rechts unterhalb des Bildes steht, ob und wie das Bild weiterverbreitet werden darf. "Bestimmte Rechte vorbehalten" bedeutet, dass das Bild für nicht-kommerzielle verwendet werden darf.

Achtung: Aufgrund einer Umstellung bei FlickR stehen die Bilder aktuell nur in geringer Auflösung zur Verfügung. Für den Download der hochaufgelösten Bilder ist ein kostenpflichtiger Account notwendig. Wir arbeiten an einer Lösung.

Es gibt dafür drei Bedingungen:

  • nur für nicht-kommerzielle Zwecke
  • im Rahmen einer positiven Berichterstattung über den ADFC und das Fahrrad
  • Die Urheber müssen immer genannt werden

Den Link zum ADFC-Bilderpool und eine Anleitung, wie du ihn nutzt, findest du in der blauen Medien-Box.

 

Bilderpools von ADFC-Gliederungen (z.B. ADFC Bayern):

Der ADFC Bayern hat eine eigene, umfangreiche Bildersammlung in seinem Aktivenbereich (adfcmit/ aktivBY) veröffentlicht, die von allen ADFC-Gliederungen genutzt werden darf. Du findest dort Fotos von Radwegen, Infoständen, Infrastruktur, Landschaften, Fahrrädern und vielem mehr. Das Copyright ist jeweils angegeben und muss in den Veröffentlichungen an geeigneter Stelle erscheinen.

 

Weitere Bilddatenbanken (Externe Anbieter):

Neben den ADFC-Bilderpools gibt es auch noch externe Anbieter, die Bilder kostenpflichtig oder sogar kostenlos anbieten. Auch hier gilt: Die Angabe des Copyrights ist zwingend erforderlich und bei Unsicherheit über die Verwendung eines Bildes, sollte es nicht verwendet werden oder zumindest beim Urheber nachgefragt werden.

  • Kostenpflichtig: Istock - Es ist kein Account erforderlich, mit Account kann man jedoch Credits kaufen und die Bilder entsprechend bezahlen (Bilder kosten ca. 1-3 Credits; 1 Credit = 9€, es gibt Mengenrabatt). Hier sollten die Nutzungsbedingungen der einzelnen Bilder genau geprüft werden, denn auch wenn die Nutzung kostenpflichtig ist, müssen eventuell besondere Bedingungen beibehalten werden.
  • Kostenlos: Canva - Es muss ein Account angelegt werden, um Bilder aus Canva verwenden zu dürfen. Es gibt eine kostenlose Account-Variante in Canva, darüber können einige Bilder verwendet werden. Manche Bilder sind nur in der kostenpflichtigen Pro-Version nutzbar.
  • Canva Pro for Nonprofits: Canva Pro ist für gemeinnützige, eingetragene Vereine kostenlos nutzbar. Gliederungen, die als eingetragener Verein geführt werden, können sich hier registrieren: https://www.canva.com/canva-for-nonprofits/. Für Ortsgruppen, die meist kein eigener eingetragener Verein sind, funktioniert die Registrierung nicht direkt. In diesem Fall sollten sich die Aktiven mit ihrem Kreis- oder Landesverband abstimmen und die Anmeldung im Namen des Kreis- oder Landesverbands vornehmen. Nach der Registrierung erhält der Verband eine Bestätigungs‑E-Mail mit einem Button, über den die Zugehörigkeit zum ADFC verifiziert wird.

Eine Liste mit Links zu weiteren kostenlosen Bildern und Grafiken findest du in der blauen Medien-Box.

Bei Unsicherheiten oder Fragen zur Bildnutzung kannst du dich an Johanna Drescher wenden: johanna.drescher [at] adfc.de.

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